So wird das nix!!

Ich finde: Deutschland braucht einen Musikminister! Kultur ist ja schon eine sinnvolle Zusammenfassung des „Miteinander“, aber Kultur ist ja bekanntlich auch das Essen mit Messer und Gabel, was leider langsam an Bedeutung verliert. Die Werkzeuge zu pflegen und zu spülen, mit Wertschätzung zu behandeln ist ja leider mühselig, aber eben auch ein Teil unserer Kultur. Musik ist da nochmal eine Ebene drüber, würde ich mal behaupten!

Wie dem auch sei: Wirtschaft und Musik oder Wirtschaft und Kultur sind auf jeden Fall zwei Bereiche, die NICHT aus gleicher Hand geleitet werden sollten, wenn ich das mal anmerken darf. In Berlin haben wir ja bestens gesehen, was dabei rauskommt: So wird das nix!! Also jetzt nochmal neu, oder drei Schritte zurück. Lederer war doch kein schlechter Kerl, oder? Und einer von ganz links (?)! Übrigens.

.. to synthesize?

Wir haben die Initative ergriffen und bündeln unser bestehendes Engagement für musikalische Bildung am Beispiel des Synthesizers über bundesdeutsche Grenzen hinweg. .. macht gerne mit und helft.

We have initiated an attack on musical education with the example of the „synthesizer“ going above local german frontiers, trying to put together our engagement .. have a look and join us now.

www.2synthesize.com

Franziska Stoff vom LMR Berlin!

in einem ausführlichen Interview mit Hainer Kruse für Amazona.de erklärt die Generalsekretärin des Landesmusikrates Berlin, Franziska Stoff, was das Ziel und die besonderen Möglichkeiten zum offiziellen „Instrument des Jahres“ sind.
Den „Knall im All“ erhoffe ich mir auch, aber der muss noch kommen, da müssen wir alle ran! .. und wenn nur 5% der Berliner als Amateurmusiker auf elektronischen Instrumenten spielen, dann machen vermutlich mindestens weitere 3% der Berliner das gleiche, .. aber professionell?

Islands of time @ silent green

tomorrow – August, 6th 2026 – the exhibition Islands of Time by Niccolò Masini will be presented at silent green in Berlin-Wedding. The whole thing is initiated by the Miller Zillmer Foundation, where I am involved, too.

the MZF presents a piece of art that should remind us to the times of corona, when none of us had an idea, how the world will go on. And now, just five years ahead .. here we are: together again at one place, the sun is shining, we do not wear masks anymore and we do/enjoy the music.

Even if you (just) come to listen to the music, please have a deep breathe and spend some time for this piece of art and the movies. Imagine how poor our culture would be (.. and would have been during corona) without the international behaviour and the network we live..

Making and living Arts and music is the key to turn things of all kind into good, communication at its best, education, frequencies, emotions and taste .. See you tomorrow or visit the exhibition whenever you want before August, 16th!

Donnerstag, 6. August
Beginn/Eröffnung der Ausstellung: 18 Uhr, Ateliers 2+3, Eintritt frei
Musik & Performance: 19:15 Uhr, Kuppelhalle, Tickets
(der Netto-Erlös der Veranstaltung unterstützt die Projekte der Miller Zillmer Stiftung)

Berlin, Summer 2026

Berlin seemed to be empty: in the morning, when I went to work by bike, there were nearly no cars on the streets between Kreuzberg and Neukölln, .. later on I went to the Synthesizer-Museum at Kottbusser Tor for a coffee and .. the doorbell did not stop to ring: Tourists from all over the world popping in to learn something about Synthesizers by playing around on them – WOW! Mostly it was another chaotic sessions on plenty of keyboards but some nice moments especially in the mixed systems room with Korg MS, Doepfer and more .. it was also a good possibility for me to have nice conversations with interested visitors .. and some good inspirations and ideas for my personal work, thank you.

Even later I stood on Kottbusser Damm to grab a little bite and .. the same: Nearly no grumpy inhabitants around, but plenty of tourists from all over, so Berlin seems to be attractive still? Have a nice summer everybody, wherever you are!

Nur zehn Jahre SUPERBOOTH?

2001 hatte ich auf der Musikmesse Frankfurt erstmals einen eigenen Stand als SchneidersBuero. Für Sherman und JoMoX hatten wir noch einen größeren eigenen Stand gebucht, für beide Marken wie auch für Technosaurus (CH), EOwave (F) und Future Retro (US) war ich Handelsvertretung in Deutschland (plus X). Ich bat Händler, Magazine, Künstler:innen und Freunde erfolgreich an meinem eigenen Tisch auf einen Absynth mit Club Mate, wir durften (auch indoors) rauchen, ich fand viele neue Freunde.

2002 folgten viele neue Freunde der Einladung zu einem kollektiven Stand auf der Messe: Doepfer, Elektron, Bob Moog mit „Big Briar“, Vermona und Analogue Solutions machten nun auch mit. Wir buchten als Messestand 60 qm, planten eine Messeparty mit Toktok, Monolake und weiteren in einem Frankfurter Club. Den Ort auf der Messe mit eigener Bar und Lichttraverse machten wir mit unseren Freunden und Partnern aus Berlin erstmals zu einem alternativen Happening inmitten der sonstigen Businesswelt.

2007 – im siebten Jahr – fanden sich 66 Positionen im Übersichtsplan der zwei einander gegenüber an einem Gang liegenden Gemeinschafts-Stände. Es gab abendliche Events in der Galerie „Atelier Frankfurt“ mit Gemeinschaftsküche für Ausstellende, Freunde und Partner, Konzerte und Performances. Der Versuch, sich von der Musikmesse abzukoppeln ist schon hier erkennbar.

2008 verweigerten wir den Gemeinschaftsstand und trugen unsere Entwicklung in der ersten eigenen gedruckten Publikation „stecken schrauben spielen“ zusammen, die ich in Frankfurt verteilte. Die Messe drohte mir mit Hausverbot wegen der nicht genehmigten dortigen Verteilung aus meinem rollenden Hand-Koffer. Ein besonderes Event für Freunde in der Nähe der Messe gab es natürlich trotzdem.

2009 startete ich für weitere sieben Jahre „Gemeinschaftstände“ möglichst nur mit Marken, bei denen ich auch als Handelsvertretung Geschäfte in Deutschland und Europa machen konnte, durfte oder sollte. Mit der Gründung vom eigenen Fachvertrieb Alex4 Distribution GmbH übernahm diese die Verantwortung für die folgenden Stände und Events. Die Arbeit und Umsetzung blieb überwiegend in meinen Händen.

2015 ergab sich nach mehreren Versuchen ein brauchbarer Kontakt zum prominenten Funkhaus in Berlin. Mein Freund und Mitmusiker und jetziger Finanzkaufmann Thomas Brandes erschien im richtigen Moment, wir vereinbarten die Gründung der SUPERBOOTH Berlin GmbH als Veranstalter. Sofort begann die Aquise für das erste eigene Event im hochattraktiven Funkhaus für das Frühjahr ..

2016.: Mit 50 Ausstellenden fand die erste eigene und sehr aufwändig umgesetzte Veranstaltung in den einzeln angemieteten Studios und verbindenden Gängen und Lobbies im ehemaligen Funkhaus der DDR direkt an der Spree statt. Konzerte und Performances auf attraktiven Bühnen, ein eigener Catering- und Begegnungs-Bereich im Freien, eigene Bars bis in den Morgen, kleine und große Aussteller-Bereiche mit Möblierung und Stromverteilung durch uns als Veranstalter hatten hier Premiere.
Andre Kaufmann organisierte eigenständig den Verleih von Studio-Monitoren; er wurde in der Folge dritter Gesellschafter unserer GmbH und späterer Geschäftsführer. Das Funkhaus entpuppte sich aber leider als gefährliches Terrain für unsere junge Existenz: Der aufwändig erstellte Antrag zur offiziellen Genehmigung wurde vom Vermieter zurückgehalten, er überließ uns in gefährlicher Illegalität geschickt die Verantwortung als Veranstalter im ersten Jahr der Existenz.

2017 suchten und fanden wir im FEZ-Berlin einen ebenfalls attraktiven Ort, der uns deutlich respektvoller und anständiger entgegentrat. Viele Aussteller hatten nach dem Erfolg des Vorjahres großes Vertrauen in unser „Experiment“ gewonnen und machten ein weiteres Mal mit. Das FEZ-Berlin erwies sich als optimal und nun wuchs mit jedem Jahr die Zahl der treuen und zufriedenen Ausstellenden deutlich. 2019 kam es zu einem deutlichen Höhepunkt bei voller Auslastung von Räumen und Gängen im Gebäude.

2020 mussten wir wegen der Corona-Pandemie SEHR kurzfristig von einer gut gebuchten Messe zu einer rein filmischen Umsetzung derer als improvisiertem Ersatz wechseln. Wir wären Konkurs gewesen, wenn nicht treue Partner und Freunde bereits gezahlte Standgebühren für die zu erhoffende Wiederaufnahme der Geschäfte in einem späteren Jahr bei uns belassen hätten.

2021 veranstalteten wir einmalig im September und erstmalig im Innen- UND Außenbereich des FEZ-Berlin nach derzeit aktuellen Corona-Regeln, eine Veranstaltung, die ich gern als „die teuerste Party meines Lebens“ bezeichne. Jeder Ausstellende hatte einen eigenen Bereich mit guter Distanz zu den Nachbarn, hygienisch wie akustisch eine hervorragende Situation bei nur wenigen aber qualifizerten Besucher:innen. Dieses Experiment dient bis heute als Blaupause für die folgenden Veranstaltungen.

2022 war die Messe wieder im Frühjahr. Die amerikanische NAMMshow folgte UNSEREM Datum bewusst, respektierend dass wir für manche US-amerikanische Hersteller offensichtlich zur sogenannten Leitmesse geworden sind. Der kurze zeitliche Abstand zur vorherigen Veranstaltung im Herbst dämpfte aber die Möglichkeit, uns damit kaufmännisch zu konsolidieren.

2023 wuchs die Messe nachhaltig. In den Folgejahren entwickelten wir weitere Bereiche und lernten viel als noch immer junge Messeveranstalter an diesem und über diesen ungewöhnlichen Ort dazu. Die Erweiterung um Gitarren-Hersteller scheiterte an der Bereitschaft, in unserer Kostendimension zu wahren Partnern werden zu wollen. Der eigene Raum mit Outboard-Equipment ist dann hingegen zum konstanten neuen Bereich und somit ein Erfolg geworden.

2025 stand ich als Geschäftsführer der SuperBooth Berlin GmbH vor allem für die Zusammenarbeit mit dem FEZ-Berlin aus verschiedenen Gründen nicht mehr zur Verfügung, Andre Kaufmann übernahm. Meine engagierte Suche nach einem alternativen Standort wurde aber – nach wiederholt erfolgreichem Event an gleichem Ort – aufgegeben.

2026 bin ich auch als Geschäftsführer der SchneidersLaden GmbH erfolgreich zurückgetreten, Tom Körting und Tammy Eberhard haben übernommen. Meinen Rückzug aus der kaufmännischen Verantwortung dokumentiere und kommentiere ich im Rahmen der diesjährigen SuperBooth mit einer Ansprache zum zehntem Jubiläum der Veranstaltung in Berlin vor Ausstellenden, Partnern, unserer Fachpresse und geladenen Gästen im Auditorium am 6.5.2026, dem Vorabend der Eröffnung.

2027 wird das Jahr des Synthesizers: Die offizielle Benennung unserer Passion als „Instrument des Jahres“ durch nominierte Musikräte auf Landes- und Bundesebene offeriert die Möglichkeit, den niederschwelligen Zugang zur aktiven Musik und die interdisziplinäre Anwendung als Musikinstrument und als physikalisch experimentelle Werkbank, als nachvollziehbares Lernobjekt für mathematische Zusammenhänge bis hin zum sogenannten Analog-Computer besser zu verbreiten.

Neben Partner-Events in Peking, Tokyo und London sind diverse Veranstaltungen in Berlin und der Republik in Vorbereitung: Popup-Stores in Shopping Centern mit Workshops und Konzerten sowie ein Panel über die Bedeutung von Kunst und Musik für die Entwicklung der Jugend während der internationalen SuperBooth 2027 sind für mich konkret in Planung und Vorbereitung. Unzählige Berliner Institutionen beteiligen sich schon jetzt an den Feierlichkeiten mit eigenen Aktivitäten im ganzen Jahr, weitere suchen nach einem guten Weg, Berlin als Musikhauptstadt mit ihrer eigenen Duftmarke wieder in das weltweite Rampenlicht zu spülen. Ich spüle mit!

Keine gute Platte kommt ohne .. ..die ganze Geschichte:

„Keine gute Platte kommt ohne eine gute Geschichte aus.“ heißt es auf der Mini-LP „Ausfahrt Europahafen“ die am ersten Mai zum Abschied aus meinem bisherigen Lebensabschnitt als limitierte „vinyl-only“ erscheinen wird!

Warum ich jetzt nicht mehr für SchneidersLaden oder die SuperBooth verantwortlich sein möchte und was als nächstes kommt, erzähle ich ausführlich in der Radiosendung Stadtmagazin auf Byte FM am Montag den 13. April gleich morgens um sieben (werbefrei auf 88.4 in Berlin!).

Es ging mir schon immer um Musik und das wird auch nicht aufhören: 2027 wird das Jahr des Synthesizers mit relevanter politischer Unterstützung in Deutschland. Es geht um Bildung, es ist eine Chance, mehr Respekt gegenüber Musik und Kunst einzufordern und ich freue auch auf Euer aller Unterstützung. Ich spiele natürlich auch etwas vor, aber im Grunde ist es eine sehr ernste Sache.

Die Platte könnt Ihr jetzt bei SchneidersLaden (hier) vorbestellen, wenn Ihr sie hören wollt, das Record Release Konzert ist am 10. Mai 2026 im SO36, wir sehen uns aber vorher noch persönlich und entspannt auf der Superbooth (7.-9.5. FEZ-Berlin!). bis gleich!